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Romantik pur und amüsante Sticheleien
zum Auftakt des Sängerfestes in Leutesheim:
Gemischter Chor Leutesheim widmet sich dem Thema Liebe
von Jürgen Preiß
Frauen und
Männer – Gegensätze und Gemeinsamkeiten: Diesem Thema hat sich
der Gemischte Chor Leutesheim unter der Leitung von Nelli
Weinberger bei seinem Konzertabend am Samstag intensiv gewidmet.
Auch zwei Gastchöre äußerten sich dazu: Die »Cantanten« aus Zell
a. H. und der Männergesangverein aus Rheinbischofsheim. Markus
Nierlin (Gitarre) und Mathias Burg (Klavier) begleiteten
musikalisch. Ebenso zu hören war »Sax 44« aus Fessenbach.
Die beiden Geschlechter können sich zur Liebe höchst
unterschiedlich auslassen. Beim Saxophon-Titel »Bei mir biste
scheen«, den Martina Gasi ankündigte, meinte die Leutesheimerin:
»Ich weiß ja nicht, was ich darüber denken soll, wenn zu mir
einer sagt: »Also für mich bist du schön.« Martina Gasi und
Reiner Keck, die gemeinsam durch den Abend führten, hatten am
Samstag viel Amüsantes auf Lager.
Mit »Halte dein Träume fest« fanden die Gastgeber einen
harmonischen Einstieg in den gut besuchten Konzertabend. Doch
danach ging es mit den Sticheleien schon los, als der weibliche
Teil des Chors feststellte, dass die Männer alle Verbrecher
sind. Angezogen von der weiblichen Seite fühlen sie sich aber
allemal: Insbesondere, wenn Fräulein Helen baden geht.
Am Anfang ist die Liebe immer schön. Das wusste schon Elvis und
so widmete er seiner Precilla den Hit »Falling in Love«. Der
weibliche Teil des Leutesheimer Chors gab sich seinen Gefühlen
hin, Romantik pur. Doch die Ernüchterung folgte, als der
Schleier von den Augen fiel, wie einst Hildegard Knef ein wenig
melancholisch beschrieb. Leutesheimer Männer schworen Treue. Was
sollten sie sonst tun, in der kargen Landschaft Dalmatiens? In
der sternklaren Nacht der »Comedian Harmonists« ist ihre Liebe
schließlich erwacht.
Capri-Fischer, Filmmusik aus der »Clou« und den »Kriminal Tango«
hatten das Saxophon-Quartett Sax 44 aus Fessenbach unter anderem
mitgebracht. Mit der gelungenen musikalischen Einlage ging es
über zu den charmanten »Cantanten« aus Zell am Harmersbach. Die
Gruppierung, einst als Projektchor gegründet, hat die Anzahl der
Mitglieder seither verdoppelt, berichtete Petra Glaser. Bei
»Pennsylvania 6-500« wurde der Schatz am Telefon bezirzt. Die
adretten Damen aus dem Schwarzwald wussten, wie man feststellt,
»ob er dich wirklich liebt.« Du spürst es in seinem Kuss, sang
einst »Cher« in »It´s in hin Kiss«, ein Stück, bei dem Angelika
Laszlo solistisch glänzte.
Trotz soviel Frauenpower fühlten sich die Sangesvertreter aus
Rheinbischofsheim nicht als Quoten-Männerchor, wie Vereinsboss
Gerhard Müller versicherte. Denn in seinem wohlklingenden,
23-köpfigen Chor, gibt es schließlich noch fünf Junggesellen
unterzubringen, verriet Müller. Sie sind zwischen 49 und 80
Jahre alt. »Meine Damen, hier ist für jede etwas dabei«,
schmunzelte Müller. Unter der Leitung von Olga Schacht sangen
die »Bischemer« über Liebe und Sehnsucht, Frauen und Wein.
Liebe ist manchmal fernab der Realität, sie kann sogar ein wenig
dumm sein, könnte man meinen, wenn man »Something stupid«
übersetzt. Bei Frank Sinatras Liebeslied zeigte der kleine Chor
des Gesangvereins Leutesheim tiefe Gefühle. Allen voran Doris
Keck und Volker Pohle sowie Brigitte Faulhaber und Hans-Peter
König, die jeweils im Duett zu hören waren. Hits aus den Filmen
»La Boum – die Fete« und »Pretty Woman«. Wer hätte nicht gerne
eine Julia Roberts oder einen Richard Gere daheim, fragte
Martina Gasi. Rockig und in schwierigem Bayerisch ging es hoch
in die Alpen. Der Leutesheimer Chor nahm am Samstagabend auch
sprachliche Hürden und endete schließlich mit der von Udo
Jürgens geprägten Feststellung:»Mit 66 Jahren ist noch lange
nicht Schluss.«

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Bilder vom Samstagabend...
Sehr gelungener Ausklang am Sonntagabend
beim Leutesheimer Sängerfest:
Litzmer »Seniorinnen« lassen beim Sängerfest-Schliffdi die
Hüllen fallen
von Jürgen Preiß
Warum
können Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken? Auf
diese am Sonntagabend beim Leutesheimer Sängerfest-Schliffdi
thematisierte Frage gab es humorvolle Antworten.
Über 300 Gäste waren von dem gut zweistündigen Programm
schlichtweg begeistert. Durch das Programm führten Elke Durban,
Reiner Keck, Martina Reiß, Peter Karch und Manfred Baas. Sie
schwelgten in alten Erinnerungen.
Und so plauderten Peter Karch und Reiner Keck zu Beginn aus dem
Sandkästchen, als sie in die Rolle von Kindern schlüpften und so
Manches über die Eltern zu berichten wussten. Die Kinderschule
war auch zu Besuch: Ulrike Glotz und ihr Kinderchor sangen über
das schönste Schweinchen im Wald.
Erinnerungen an die Tanzschule wurden wach: Das Team vom
Jugendtreff rockte bei »Grease« als John Travolta und Olivia
Newton-John über die Bühne. Sehr amüsant: Die
Schulabschlussfeier, bei der »Aschenputtel« von Gretel Hummel
erzählt wurde. In den Hauptrollen glänzten Christel König als
Aschenputtel, Inge, Heidt als Fee, Brigitte Wagner und Anita
Reiß als die weniger schönen Schwestern sowie Wilfried Baumert
als Prinz.
Dass Frauen schlecht einparken können, wurde mit Bildern auf
Großleinwand belegt. Später gab es die Retourkutsche mit Fotos
von Männern: Er trägt ein Six-Pack, sie die schwere Kiste Bier.
Sehr gelungen war das Schattenspiel von Anja Schwing und Volker
Pohle. Die beiden mimten typische Gepflogenheiten eines Paares,
das gerade aus dem Bett kommt.
Gebetsmühlenartig wurden die gegenseitigen Vorwürfe von Mann und
Frau in einem lustigen Lied des Sängerbundes vorgetragen.
Zwischendurch wurde das Publikum darüber informiert, dass eine
Frau ihre Handtasche mit aufs Klo nimmt, damit sie sich auch was
festhalten kann. Katja Stahl und Martina Gasi vertrieben sich
die Langeweile im Wartezimmer der Arztpraxis mit ebenso schlauen
Sprüchen: Ihrem Mann hätte der Mediziner Potenzmittel gegen
Schlaflosigkeit verschrieben, wurde berichtet. Besser schlafen
könne er seither nicht, aber die Zeit dazwischen sei einfach
interessanter, freuten sich die Damen.
Wie fit und vor allem erotisch die »Seniorinnen« vom Sängerbund
noch sind, zeigte der abschließende Auftritt der Tanzgruppe um
Bettina Hauß. Zwölf »ältere Damen« kamen mit Rollatoren als
Gehhilfe auf die Bühne. Doch als bei »Je t´aime« dann einige
Hüllen fielen, staunten die begeisterten Gäste im Saal ganz
schön.

Die Leutesheimer »Seniorinnen« vom Sängerbund haben noch einiges
zu zeigen. Das wurde bei diesem gelungenen Tanzauftritt am
Sonntagabend deutlich.
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Bilder vom Sonntagabend...
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