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Aktuelle Geschehnisse > Herbstfest 2009
 

Herbstfest 2009

Die beiden Festtage des Sängerbunds.


Romantik pur und amüsante Sticheleien

zum Auftakt des Sängerfestes in Leutesheim:

Gemischter Chor Leutesheim widmet sich dem Thema Liebe

 

von Jürgen Preiß

 

Frauen und Männer – Gegensätze und Gemeinsamkeiten: Diesem Thema hat sich der Gemischte Chor Leutesheim unter der Leitung von Nelli Weinberger bei seinem Konzertabend am Samstag intensiv gewidmet. Auch zwei Gastchöre äußerten sich dazu: Die »Cantanten« aus Zell a. H. und der Männergesangverein aus Rheinbischofsheim. Markus Nierlin (Gitarre) und Mathias Burg (Klavier) begleiteten musikalisch. Ebenso zu hören war »Sax 44« aus Fessenbach.

Die beiden Geschlechter können sich zur Liebe höchst unterschiedlich auslassen. Beim Saxophon-Titel »Bei mir biste scheen«, den Martina Gasi ankündigte, meinte die Leutesheimerin: »Ich weiß ja nicht, was ich darüber denken soll, wenn zu mir einer sagt: »Also für mich bist du schön.« Martina Gasi und Reiner Keck, die gemeinsam durch den Abend führten, hatten am Samstag viel Amüsantes auf Lager.

Mit »Halte dein Träume fest« fanden die Gastgeber einen harmonischen Einstieg in den gut besuchten Konzertabend. Doch danach ging es mit den Sticheleien schon los, als der weibliche Teil des Chors feststellte, dass die Männer alle Verbrecher sind. Angezogen von der weiblichen Seite fühlen sie sich aber allemal: Insbesondere, wenn Fräulein Helen baden geht.

Am Anfang ist die Liebe immer schön. Das wusste schon Elvis und so widmete er seiner Precilla den Hit »Falling in Love«. Der weibliche Teil des Leutesheimer Chors gab sich seinen Gefühlen hin, Romantik pur. Doch die Ernüchterung folgte, als der Schleier von den Augen fiel, wie einst Hildegard Knef ein wenig melancholisch beschrieb. Leutesheimer Männer schworen Treue. Was sollten sie sonst tun, in der kargen Landschaft Dalmatiens? In der sternklaren Nacht der »Comedian Harmonists« ist ihre Liebe schließlich erwacht.

Capri-Fischer, Filmmusik aus der »Clou« und den »Kriminal Tango« hatten das Saxophon-Quartett Sax 44 aus Fessenbach unter anderem mitgebracht. Mit der gelungenen musikalischen Einlage ging es über zu den charmanten »Cantanten« aus Zell am Harmersbach. Die Gruppierung, einst als Projektchor gegründet, hat die Anzahl der Mitglieder seither verdoppelt, berichtete Petra Glaser. Bei »Pennsylvania 6-500« wurde der Schatz am Telefon bezirzt. Die adretten Damen aus dem Schwarzwald wussten, wie man feststellt, »ob er dich wirklich liebt.« Du spürst es in seinem Kuss, sang einst »Cher« in »It´s in hin Kiss«, ein Stück, bei dem Angelika Laszlo solistisch glänzte.

Trotz soviel Frauenpower fühlten sich die Sangesvertreter aus Rheinbischofsheim nicht als Quoten-Männerchor, wie Vereinsboss Gerhard Müller versicherte. Denn in seinem wohlklingenden, 23-köpfigen Chor, gibt es schließlich noch fünf Junggesellen unterzubringen, verriet Müller. Sie sind zwischen 49 und 80 Jahre alt. »Meine Damen, hier ist für jede etwas dabei«, schmunzelte Müller. Unter der Leitung von Olga Schacht sangen die »Bischemer« über Liebe und Sehnsucht, Frauen und Wein.

Liebe ist manchmal fernab der Realität, sie kann sogar ein wenig dumm sein, könnte man meinen, wenn man »Something stupid« übersetzt. Bei Frank Sinatras Liebeslied zeigte der kleine Chor des Gesangvereins Leutesheim tiefe Gefühle. Allen voran Doris Keck und Volker Pohle sowie Brigitte Faulhaber und Hans-Peter König, die jeweils im Duett zu hören waren. Hits aus den Filmen »La Boum – die Fete« und »Pretty Woman«. Wer hätte nicht gerne eine Julia Roberts oder einen Richard Gere daheim, fragte Martina Gasi. Rockig und in schwierigem Bayerisch ging es hoch in die Alpen. Der Leutesheimer Chor nahm am Samstagabend auch sprachliche Hürden und endete schließlich mit der von Udo Jürgens geprägten Feststellung:»Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss.«

 


 

4 weitere Bilder vom Samstagabend...

 


 

Sehr gelungener Ausklang am Sonntagabend
beim Leutesheimer Sängerfest:


Litzmer »Seniorinnen« lassen beim Sängerfest-Schliffdi die Hüllen fallen

 

von Jürgen Preiß

 

Warum können Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken? Auf diese am Sonntagabend beim Leutesheimer Sängerfest-Schliffdi thematisierte Frage gab es humorvolle Antworten.

Über 300 Gäste waren von dem gut zweistündigen Programm schlichtweg begeistert. Durch das Programm führten Elke Durban, Reiner Keck, Martina Reiß, Peter Karch und Manfred Baas. Sie schwelgten in alten Erinnerungen.

Und so plauderten Peter Karch und Reiner Keck zu Beginn aus dem Sandkästchen, als sie in die Rolle von Kindern schlüpften und so Manches über die Eltern zu berichten wussten. Die Kinderschule war auch zu Besuch: Ulrike Glotz und ihr Kinderchor sangen über das schönste Schweinchen im Wald.

Erinnerungen an die Tanzschule wurden wach: Das Team vom Jugendtreff rockte bei »Grease« als John Travolta und Olivia Newton-John über die Bühne. Sehr amüsant: Die Schulabschlussfeier, bei der »Aschenputtel« von Gretel Hummel erzählt wurde. In den Hauptrollen glänzten Christel König als Aschenputtel, Inge, Heidt als Fee, Brigitte Wagner und Anita Reiß als die weniger schönen Schwestern sowie Wilfried Baumert als Prinz.

Dass Frauen schlecht einparken können, wurde mit Bildern auf Großleinwand belegt. Später gab es die Retourkutsche mit Fotos von Männern: Er trägt ein Six-Pack, sie die schwere Kiste Bier. Sehr gelungen war das Schattenspiel von Anja Schwing und Volker Pohle. Die beiden mimten typische Gepflogenheiten eines Paares, das gerade aus dem Bett kommt.

Gebetsmühlenartig wurden die gegenseitigen Vorwürfe von Mann und Frau in einem lustigen Lied des Sängerbundes vorgetragen. Zwischendurch wurde das Publikum darüber informiert, dass eine Frau ihre Handtasche mit aufs Klo nimmt, damit sie sich auch was festhalten kann. Katja Stahl und Martina Gasi vertrieben sich die Langeweile im Wartezimmer der Arztpraxis mit ebenso schlauen Sprüchen: Ihrem Mann hätte der Mediziner Potenzmittel gegen Schlaflosigkeit verschrieben, wurde berichtet. Besser schlafen könne er seither nicht, aber die Zeit dazwischen sei einfach interessanter, freuten sich die Damen.

Wie fit und vor allem erotisch die »Seniorinnen« vom Sängerbund noch sind, zeigte der abschließende Auftritt der Tanzgruppe um Bettina Hauß. Zwölf »ältere Damen« kamen mit Rollatoren als Gehhilfe auf die Bühne. Doch als bei »Je t´aime« dann einige Hüllen fielen, staunten die begeisterten Gäste im Saal ganz schön.

 

Die Leutesheimer »Seniorinnen« vom Sängerbund haben noch einiges zu zeigen. Das wurde bei diesem gelungenen Tanzauftritt am Sonntagabend deutlich.
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4 weitere Bilder vom Sonntagabend...

 

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Letzte Änderung: 25.Oktober 2009
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